Elektro-Altgeräte

ordnungsgemäße Entsorgung

Elektroaltgeräte enthalten wertvolle Metalle und andere Stoffe, die wiederverwendet werden können. Das schont Ressourcen und Umwelt. Elektrogeräte enthalten oft aber auch Schadstoffe. Diese gefährden bei nicht fachgerechter Entsorgung Gesundheit und Umwelt. Daher werden Elektroaltgeräte getrennt gesammelt.

 

In Deutschland wurde für die Entsorgung von Elektroaltgeräten die so genannte geteilte Produktverantwortung eingeführt. Dies bedeutet, dass wesentliche Pflichten zum einen bei den Städten- und Gemeinde, zum anderen bei den Herstellern von Elektro(nik)geräten liegen.

 

Die Städte und Gemeinden sind verpflichtet, Sammelstellen für Elektroaltgeräte einzurichten und diese dort kostenlos zurückzunehmen. Im Kreis Borken werden Elektroaltgeräte auf den kommunalen Wertstoffhöfen und dem schadstoffmobil (Kleingeräte) angenommen.

 

Recycling und Verwertung

Die zurückgegebenen Elektroaltgeräte werden in fünf Sammelgruppen sortiert. Dadurch kann bei der Wiederverwendung und Behandlung besser auf die Anforderungen der unterschiedlichen Geräte eingegangen werden. So werden beispielsweise große Geräte getrennt von kleinen gesammelt, damit diese nicht zerstört werden. Kühlgeräte werden aufgrund der in ihnen noch häufig enthaltenen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) gesondert behandelt. Gasentladungslampen werden wegen des enthaltenen Quecksilbers getrennt erfasst.

 

Die Behandlungs- und Verwertungsverfahren sind je nach Geräteart teilweise sehr unterschiedlich. Bei Kühlgeräten beispielsweise findet zuerst eine Absaugung des Kühlmittel-Öl-Gemisches aus dem Kühlkreislauf statt. Anschließend werden die Gehäuse geschreddert. Dabei werden die in dem Isoliermaterial enthaltenen Gase (bei älteren Geräten auch FCKW) abgesaugt und anschließend schadlos entsorgt.

 

Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) werden zumeist geschreddert und im Nass- oder Trockenverfahren behandelt. Dabei wird das Quecksilber abgesaugt und über Aktivkohle gefiltert beziehungsweise reichert sich im Sedimentschlamm an. In weiteren Schritten ist eine Rückgewinnung des Quecksilbers möglich.

 

Computer oder Monitore und Fernseher werden in der Regel zunächst manuell zerlegt. Dabei entfernen Fachkräfte schadstoffhaltige Bauteile wie Batterien, Kondensatoren oder Kathodenstrahlröhren. Sie bauen in der Regel wertvolle Bauteile wie Leiterplatten aus. Die verbleibenden Bauteile werden in einem Schredder zerkleinert und anschließend durch Sortier- und Trennverfahren in verschiedene Fraktionen sortiert.

 

Am Ende des Behandlungsprozesses sind aus den Elektroaltgeräten viele verschiedene Fraktionen entstanden. Die Metallfraktionen – beispielsweise Eisen beziehungsweise Stahl, Kupfer, Aluminium, Messing – werden in Metallhütten für die Produktion neuer Metalle eingesetzt. Leiterplatten und zum Beispiel Stecker mit vergoldeten Kontakten gehen in der Regel in bestimmte Kupferhütten, die auch auf die Rückgewinnung von Edel- und Sondermetallen spezialisiert sind. Die Kunststofffraktionen gehen zum Teil in die energetische und zum Teil in die stoffliche Verwertung.