Altdeponie Ahaus-Alstätte I


Schwiepinghook

Die in einer ehemaligen Tongrube angelegte Hausmülldeponie Alstätte I wurde bis 1975 betrieben. Es wurden ca. 200.000 m³ Abfälle eingelagert. 2007 wurde die etwa 2,5 ha große Deponiesaniert und hierbei u.a. eine Oberflächenabdichtung (Gasdränage-/Auflagerschicht, KDB mit überlagernderDränmatte, Reku-Boden d  1 m /G10/) aufgebracht. Die Oberfläche ist mit Gras bewachsen, der Randbereich mit Gehölzen.

 

Aufgrund der Lage unterhalb der Grundwasseroberfläche tritt der Deponie auf Dauer Grundwasser zu. Das anfallende Sickerwasser wird seit ca. 2005 aus 2 Sickerwasserbrunnen DN 400 abgepumpt, in einem Sickerwassersammelschacht DN 2500 gesammelt und über ein Pumpwerkund eine ca. 3,64 km lange Druckrohrleitung der auf dem Gelände der Deponie Alstätte III vorhandenen Vorbehandlungsanlage zugeführt.

 

Nach Sanierung der Deponie Ahaus-Alstätte I wurden im Rahmen der Emissionsüberwachung lokale Deponiegasemissionen an der Oberfläche der Deponie festgestellt. Um das sich noch bildende Deponiegas zu fassen und gezielt abzuleiten, wurde um 2010 eine temporäre aktive Restentgasung und Schwachgasbehandlung installiert. Die Anlage besteht aus folgenden Teilelementen:

 

  • Gasfassungssystem (Gasbrunnen, Kondensatabscheider, Rohrleitungen, Formteile, Armaturen),
  • Gasabsaugsystem (Drehkolbengebläse, incl. Schaltanlage sowie einem Gasanalysesystem),
  • Gasbehandlungsanlage (Aktivkohlefilter bzw. Kompostfilter).

 

 

Luftbild_Quelle: Geodatenatlas Kreis Borken