Altdeponie Ahaus-Alstätte II


Schmäinghook

Die in einer ehemaligen Tongrube angelegte Hausmülldeponie Alstätte II wurde von 1975 bis 1978 betrieben. In der etwa 5,3 ha großen Deponie wurden ca. 265.000 m³ Hausmüll und auf einer kleineren Teilfläche Bauschutt abgelagert. In 2000 wurde die Deponie saniert und hierbei eine Tonschürze angelegt, eine Sickerwasserfassung und -vorbehandlungsanlage sowie eine Entgasungsanlage installiert. Die Deponie ist mit einer Oberflächenabdeckung versehen. Die Oberfläche ist mit Gras bewachsen, der Randbereich mit Gehölzen.

 

Aufgrund der Lage unterhalb des Grundwasser(druck)spiegels und der nicht vorhandenen Basisabdichtung tritt der Deponie auf Dauer Grundwasser zu. Das anfallende Sickerwasser wird in einem Dränagegraben gefasst und in freier Vorflut über einen Kontrollschacht einer Vorbehandlungsanlage (Methanaustreiber, Membrananlage) vor Ort zugeführt. Nach der Reinigung wird das Sickerwasser als Indirekteinleitung in die Kanalisation geleitet. Da die Zulaufwerte schon seit einigen Jahren die Grenzwerte nach IndirekteinleiterVO einhalten, wird dztg. nur die Methanaustreibung betrieben. In 2001 wurde eine Deponiegasabsauganlage errichtet. Diese saugt das mit einer horizontalen Gasdränage gefasste Gas ab und leitet es über einen Biofilter in die Luft.

Luftbild_Quelle: Geodatenatlas Kreis Borken