Blick in die Tonne

Pilotprojekt

„B(b)lick in die Tonne!“
 – ein gemeinsames Pilotprojekt der Gemeinde Heiden mit der EGW -

Seit 1995 werden in der Gemeinde Heiden wie auch in den übrigen Gemeinden und Städten des Kreises Borken die Bioabfälle über die bekannte „braune Biotonne“ von den Bürgerinnen und Bürgern gesammelt und zu Kompost verarbeitet. Die EGW verwertet die Bioabfälle in ihrer Anlage in Gescher-Estern. Die Kompostqualität leidet aber, wenn Störstoffe über die Biotonne entsorgt werden. Immer noch landen zum Beispiel Plastiksäcke (teils gefüllt mit Restabfällen), Kunststoffbeutel, Windeln, Kaffeekapseln, Gläser mit Lebensmittelresten und andere Störstoffe im Bioabfall. Auch die sogenannten kompostierbaren Abfalltüten aus Kunststoff gehören nicht in die Biotonne, da diese sich nicht vollständig während des Rotteprozesses zersetzen. Das Aussortieren der Kunststoffe, Folien, Tüten bzw. Störstoffe ist trotz fortschrittlicher Sortiertechnik (u.a. Gebläse, Siebmaschinen) nur begrenzt möglich. Problematisch sind Kleinstteile von Plastik und Glas (Folientüten reißen, Glas zerbricht). Zudem ist das Aussortieren und Entsorgen von Störstoffen mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Die Kosten für die Aussortierung und Entsorgung der Störstoffe wirken sich letztlich auf die Abfallgebühr aus. Und diesem wollen nun die Gemeinde Heiden und die EGW in einem gemeinsamen Pilotprojekt entgegenwirken.

Die Gemeinde Heiden möchte den Störstoffanteil in den Biotonnen in ihrem Gebiet deutlich reduzieren. Ab Donnerstag, 21.02.2019 startet das gemeinsame Pilotprojekt der Gemeinde Heiden mit der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland mbH (EGW) „B(b)lick in die Tonne!“ in Heiden. Mit der Teilnahme an diesem Pilotprojekt möchte die Gemeinde Heiden neben der Reduzierung von Kosten für die Aussortierung und Entsorgung von Störstoffen auch den Schutz der Umwelt und Natur vorantreiben. Die Gemeinde Heiden und die EGW wollen die Bürgerinnen und Bürger mit dem Projekt auf das Problem der Störstoffe in der Biotonne aufmerksam machen.

Viele Heidenerinnen und Heidener trennen heute schon richtig und tragen maßgeblich dazu bei, dass aus den gesammelten Bio- und Grünabfällen Kompost mit Gütesiegel hergestellt werden kann. Zukünftig gilt es aber auch die zu erreichen, die in der sachgerechten Nutzung der Biotonne noch Nachholbedarf haben.

Im Rahmen dieses Projektes werden deshalb Mitarbeiter der EGW den Inhalt der zur Leerung am 21.02. und 28.02.2019 sowie Anfang bzw. Mitte März bereitgestellten Biotonnen auf Störstoffe prüfen. Der Blick in die Tonne dient ausschließlich einer Situationsanalyse. Konsequenzen, wie z.B. eine Nicht-Leerung oder zusätzliche Kosten, erfolgt im Rahmen dieses Pilotprojektes nicht. Es dient ausschließlich der Sammlung von Erfahrungen, wie Tonnenkontrollen erfolgen könnten. Die Mitarbeiter sind mit entsprechenden Ausweisen von der Gemeindeverwaltung legitimiert.

Mit dem Angebot einer alternativen Erfassung zur Sammlung von Bioabfällen hat die Gemeinde Heiden im Rahmen eines kreisweiten gemeinsamen Projektes bereits im Frühjahr 2018 und im Januar 2019 mit den Bioabfallbeuteln aus Papier begonnen, um auf das Erfordernis einer störstofffreien Sammlung aufmerksam zu machen. Die Papierbioabfallbeutel sind zu den jeweiligen Öffnungszeiten im Bürgerbüro der Gemeinde Heiden und auf dem Wertstoffhof an der Schulze-Delitzsch-Straße erhältlich.

Für Fragen rund um das Projekt und was über die Biotonne gesammelt werden darf, steht die Abfallberatung der Gemeinde Heiden (Tel: 02687/977-302) und die Abfallberatung der EGW (Tel: 02542/929-142) zur Verfügung.

Der Blick in die Tonne