Neuer Wertstoffhof

in Borken

Von Michael H. Schmitt (original Artikel vom 08.10.2018/Borkener Zeitung)

Größer, übersichtlicher, benutzerfreundlicher – das sind die Vorzüge des neuen Wertstoffhofs an der Einsteinstraße. Bei einem Tag der offenen Tür konnten sich Besucher gestern ein Bild von der neuen Anlage machen.

Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing zog in ihrer Ansprache ein Resümee des außergewöhnlich schnellen Ablaufs zwischen Bauantrag und Fertigstellung dieses Projekts. Der Bau mit einer Gesamtinvestitionssumme von 800.000 Euro sei in bemerkenswertem Tempo von allen Beteiligten abgewickelt und umgesetzt worden. „Nötig wurde der Bau, weil die Kapazität des bisherigen Areals bei über 50.000 Anlieferungen pro Jahr schlicht aus den Nähten platzte“, erklärte sie den Zuhörern. Viele von ihnen waren schon weit vor dem eigentlichen Veranstaltungsbeginn auf dem Gelände, um sich das Ergebnis anzuschauen.

Auf einem Areal von etwa 5600 Quadratmetern in direkter Nachbarschaft zum Entsorgungsunternehmen Borchers entstand in knapp sechs Monaten Bauzeit eine ausgeklügelte Anlage der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW). Mehrspurige Zulieferbereiche, die auf zwei Ebenen angeordnet sind, Wiegebereich mit Kassenhäuschen, sehr groß dimensionierte Schüttgutboxen und gut lesbare Hinweisschilder machen das Zurechtfinden leicht.

Im hinteren Bereich der Anlage wirken die riesigen Betonquader, die den Schüttgutbereich unterteilen und begrenzen, wie überdimensionierte Lego-Bausteine. Direkt daneben befindet sich auch der Hauptstandort des Wertstoffmobils, das den meisten Bürgern durch seine wechselnden Standorte in den Ortsteilen bekannt sein dürfte.

Besonders die Anlieferungsebene kam bei den Besuchern gut an. „Das ist schon beeindruckend, was hier in so kurzer Zeit entstanden ist. Eine für alle Bürger sicherlich lohnende Investition“, lobte ein Besucher. Auch der stellvertretende Landrat des Kreises Borken, Gerhard Ludwig, zeigte sich genauso wie EGW-Geschäftsführer Peter Kleyboldt angetan von den Leistungen aller am Bau beteiligten Unternehmen. Bevor er zusammen mit der Bürgermeisterin und dem EGW-Chef mit der Entsorgung alten Mobiliars symbolisch das Gelände eröffnete, schloss Ludwig seine Ansprache mit den Worten: „Und bitte immer daran denken: Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“.

Eröffnung WSH Borken

EGW-Geschäftsführer Peter Kleyboldt, stellvertretender Landrat Gerd Ludwig und Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing (von links) eröffneten den neuen Wertstoffhof mit der symbolischen Entsorgung eines alten Stuhls. Fotos: Schmitt