Bioabfallbehandlung weiterentwickeln
Die EGW plant die Erweiterung ihres Anlagenstandorts in Gescher. Kern der Planung, die bestehende Bioabfallkompostierung wird zu einer Vollstromvergärungsanlage umgebaut. Die anschließende Kompostierung der behandelten Materialien bleibt Bestandteil des Anlagenkonzepts.
Am Standort Gescher werden jährlich rund 105.000 Tonnen Bioabfälle behandelt. Da einzelne Anlagenteile aus den Jahren 1997 bis 2005 stammen, wurde geprüft, welche Gebäude und Einrichtungen weiter genutzt und an welchen Stellen neue Anlagentechnik ergänzt werden kann.
Zum Projekt gehören unter anderem eine neue Logistikhalle, Vergärungseinheiten, zusätzliche Lager- und Prozessflächen sowie eine Anlage zur Aufbereitung des erzeugten Biogases. Gleichzeitig sollen wesentliche Teile der vorhandenen Infrastruktur weiterhin genutzt werden.
Das bei der Vergärung entstehende Biogas soll aufbereitet und in das Erdgasnetz eingespeist werden. Darüber hinaus wird geprüft, ob künftig auch das bei der Gasaufbereitung anfallende Kohlendioxid (CO₂) genutzt werden kann.
Die Inbetriebnahme der erweiterten Anlage ist nach Abschluss der Genehmigungs- und Bauphase für das Jahr 2027 vorgesehen. Bis dahin wird die bestehende Bioabfallbehandlung am Standort Gescher fortgeführt.

